Lehre und Prüfungen

Der Lehrstuhl Maschinelle Übersetzung wurde im Jahre 1990 innerhalb eines Hochschulsonderprogramms eingerichtet. Er ergänzt die seit vielen Jahren bestehende Studienkomponente Sprachdatenverarbeitung.

In die Vorlesungen, Seminare und Übungen des Lehrstuhlinhabers und seiner Mitarbeiter kommen Studierende der Studiengänge Übersetzen und Dolmetschen, die sich über Grundprinzipien, Techniken und verfügbare Systeme der maschinellen Übersetzung informieren wollen. Auch Studierende der Fachrichtung 4.7. Computerlinguistik, die ihre theoretische Ausbildung durch Einblicke in die Praxis ergänzen wollen, nehmen vereinzelt teil.

Im Diplom-Studiengang Übersetzen und Dolmetschen können die Pro- und Hauptseminare des Lehrstuhls als "sprach- und übersetzungswissenschaftliches (Pro-/)Hauptseminar" im Sinne der Prüfungsordnung belegt werden. Aus diesen Veranstaltungen ergeben sich oft Diplomarbeiten, meist innerhalb von konkreten Projekten und bei Industrieunternehmen, mit denen gemeinsame Forschung betrieben wird.

Im neuen Bachelor-Studiengang VSLT existiert ein Modul 'Fachkommunikation und Maschinelle Übersetzung', das aus einer Vorlesung (mit Übung) und einem Proseminar besteht; auch im MA sind entsprechende Module vorgesehen.

In beiden Studiengängen können BA- und MA-Abschlussarbeiten aus der Thematik der Maschinellen Übersetzung angefertigt werden.


Die (im Diplomstudiengang vorgesehene)  mündliche Prüfung in Sprach- und Übersetzungswissenschaft kann beim Lehrstuhlinhaber abgelegt werden, wobei eines der Prüfungsgebiete Maschinelle Übersetzung sein soll. Dies kommt wegen der romanischen Ausrichtung des Lehrstuhls besonders für Studierende mit den Erstsprachen Französisch und Spanisch in Frage (natürlich auch für Studierende mit Französisch als Grundsprache), aber auch Studierende mit anderen Erstsprachen können sich nach Rücksprache zur mündlichen Prüfung anmelden.

Studierende der Computerlinguistik können Maschinelle Übersetzung nach ihrer Prüfungsordnung belegen und entsprechende Leistungspunkte erwerben.

 

Die Doktoranden des Lehrstuhls haben in der Regel einen Abschluss als Diplom-Übersetzer, Diplom-Dolmetscher oder Diplom-Linguist (FR 4.7.), zunehmend auch als MA. Auch von außerhalb der Universität des Saarlandes, z.T. aus anderen Ländern und Kontinenten, gibt es eine Reihe von Doktoranden, oft mit DAAD- oder anderen Stipendien. Doktoranden immatrikulieren sich für das Fach Angewandte Sprachwissenschaft sowie Übersetzen und Dolmetschen (Kennziffer 680, Abkürzung Ang.Spr.Wi. Ü/D), da für Maschinelle Übersetzung kein eigener Studiengang existiert. Doktoranden nehmen je nach ihren Vorkenntnissen an den normalen Veranstaltungen des Lehrstuhls und zusätzlich am Kolloquium teil.

Studierende von Fachhochschulen können unter bestimmten Bedingungen zur Promotion zugelassen werden, z.B. bei gemeinsamer Betreuung durch einen Fachhochschul- und einen Universitätsprofessor.

Die Zulassung zur Immatrikulation als Doktorand wird über das Sekretariat der Philosophischen Fakultät II geregelt. Es gilt die Gemeinsame Promotionsordnung der Philosophischen Fakultäten.