Univ.-Prof. Dr. Josef van Genabith

 

Fortschritte in den Translations- und Sprachtechnologien transformieren in fundamentaler Weise unsere Gesellschaft, Arbeits- und Geschäftswelt, Ausbildung sowie die zwischenmenschliche und Mensch-Machine Kommunikation:

·         Professionelle Übersetzer benutzen maschinelle Übersetzung, elektronische Termbanken und Wörterbücher, eingebunden in Translationswerkbänke (integrierte Software)

·         Maschinelle Übersetzung hält auf breiter Front weltweit Einzug in die kommerzielle Übersetzungsindustrie (Lokalisierung/Internationalisierung)

·         Global agierende Konzerne, KMUs sowie soziale und Verwaltungsorganinsationen kommunizieren in Dutzenden (manchmal sogar in mehr als 100) Sprachen

·         Sprachverarbeitung, Spracherkennung und -synthese, Übersetzung gesprochener und geschriebener Sprache (instantaneous, real time, on demand, oft in Verbindung mit anderen Kommunikationsmodaltäten) hält Einzug in unsere Alltagswelt: SIRI (Apple), Skyvi (Android), textuelle Suche und sprachgesteuerte Suche bei Google (Google Search und Google Glass), Sprachgesteuerte Interaktion (Auto, TV, Internet of Things).

·         Sprachtechnologien werden zu Kernbestandteilen von Ausbildung und Forschung in den Geisteswissenschaften (eHumanties)

Das Ziel des Lehrstuhls Translationsorientierte Sprachtechnologien ist  diese Entwicklungen in Forschung und Lehre an zentraler Stelle mitzugestalten.

 

Den zentralen Fokus bilden dabei drei eng miteinender verknüpfte Kernbereiche: (i) Angewandte Translationstechnologie für Übersetzer, (ii) Forschung in Maschineller Übersetzungstechnologie und (iii), Informationswissenschaft, insbesondere Sprachtechnologie für Geisteswissenschaftler (E-Humanities sowie Informatik als roter Faden/Verbindungs-/Vernetzungs-/Querwissenschaft).